Veranstaltung am 22.07.2024 "Starkregen in Thon-Wetzendorf - wie geht es weiter?
Bei dieser Folgeveranstaltung waren auf Einladung unseres Bürgervereins folgende Vertreter der Stadtverwaltung anwesend:
Herr Stefan Bertelmann, vom Staatlichen Wasserwirtschaftsamt
Herr Dr. Klaus Köppel, Leiter des Umweltamtes
Herr Armin Müller, SÖR, Leiter Wasserwirtschaft, zuständig für Gewässer
Herr Dipl. Ing. Volker Nachtmann, Technischer Leiter der Stadtentwässerung und Umweltanalytik
Die Sachverständigen klärten uns über die Situation auf und stellten sich den zahlreichen kritischen Fragen der Anwohner.
In Thon-Wetzendorf habe es sich am 16. Mai 2024 um einen extremen Starkregen der Kategorie 8 (von 12) gehandelt, wo 60 Liter Wasser pro m² in kürzester Zeit abregneten.
Die Kanalisation sei auf solche Mengen nicht ausgelegt, so dass es dann das Wasser aus den Abflüssen in Gebäuden und aus den Kanaldeckeln herausdrückt. Und dann nehme das Wasser eben seinen Weg auf der Straße. Folglich würden die tiefsten Punkte des Geländes (Tiefgaragen, Keller) überflutet.
Um Platz für die geplante Wohnbebauung „Neu-Wetzendorf“ zu schaffen, wurde seinerzeit der Verlauf des Wetzendorfer Landgrabens ohne erneutes Entwässerungskonzept ein Stück von Süd nach Nord verlegt. Da danach die frühere Lage des Grabens aber der tiefste Punkt im Gelände blieb, wurden entlang der Forchheimer Straße durch den Starkregen viele Keller und Tiefgaragen überflutet.
Deshalb müsse bei den in der Zukunft erwartbaren Starkregenereignissen weiterhin mit Überflutungen gerechnet werden.
Auch das „Schwammstadtprinzip“, das beim Baugebiet „Neu-Wetzendorf umgesetzt werden soll, könne bei Starkregen nicht helfen und das Wasser werde über die Oberfläche abgeleitet.
Von Seiten der Stadt werde es aber trotzdem keine zusätzlichen Maßnahmen zum Schutz vor Überschwemmungen durch Starkregen geben, da das Baugebiet rechtssicher genehmigt worden sei.
Fazit und Empfehlung der Vertreter der Stadtverwaltung: Jeder müsse eben selber sehen, wie er sein Haus vor Wasser schützen könne!
Immerhin wurde aber den Betroffenen eine kostenlose Besichtigung vor Ort und eine Beratung zugesagt, wie sie ihr Wohngebäude besser absichern können.
Nach Termin-Vermittlung über unseren Verein haben zwölf der betroffenen Anwohner dieses Angebot in Anspruch genommen.
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